Krankheitsbild Psoriasis
Was ist Psoriasis?
Psoriasis ist eine weit verbreitete, nicht ansteckende, chronische und entzündliche Hautkrankheit, die deutlich abgegrenzte, rötliche schuppige Beläge verursacht. Jeder Bereich des Körpers kann betroffen sein, aber die Ellenbogen, die Knien und die Kopfhaut sind am häufigsten befallen.
Bei 50% der Patienten sind die Nägel befallen, und ebenso die Gelenke (Arthritis psoriatica) bei 20 % der Fälle. Diese Krankheit ist durch deutlich betonte Hautverletzungen gekennzeichnet, die von lose darüberliegenden silbrig-weißen Schuppen bedeckt sind.
Typischerweise bedecken die Schuppen den rötlichen Herd nicht vollständig und lassen dabei einen roten Rand, der ungefähr einen Mikrometer groß ist.
Die Symptome sind Juckreiz, stechende Schmerzen und leichtes Bluten der befallenen Stellen. Schwere Fälle schaden auch dem Allgemeinzustand des Patienten. Der Verlauf der Psoriasis ist unvorhersehbar, da die Symptome nachlassen und spontan wieder auftreten.
Wer ist betroffen?
2 bis 3% der Menschen weltweit leiden unter Psoriasis. Männer und Frauen sind fast gleichermaßen betroffen. In westlichen Ländern ist Psoriasis eine der weit verbreiteten Hautkrankheiten, während sie in Afrika oder Asien sehr viel seltener ist. Psoriasis kann in jedem Alter auftreten. Im allgemeinen kann man sagen, dass je früher die Krankheit auftritt, desto schwerer ist ihr späterer Verlauf. Es gibt zwei verschiedene Typen:
TYP 1: Die Krankheit tritt auf, wenn der Patient zwischen 10 und 25 Jahre alt ist, es gibt eine positive Familiengeschichte, ein langfristiger schwerer Verlauf.
TYP 2: Die Krankheit tritt auf, wenn der Patient zwischen 50 und 70 Jahre alt ist, es gibt eine negative Familiengeschichte, leichter Verlauf.
Die psoriatische Haut
Psoriatische Hautverletzungen sind häufig das Ergebnis von
- einen abnormalen epidermalen Übergang,
- einer abnormalen Keraternisierung, sowie
- einer Erhöhung der entzündlichen Mediatoren
Welche Faktoren können Psoriasis verursachen?
Genetischer Einfluss
In der Psoriasis liegt eine starke genetische Komponente, besonders, wenn die Krankheit bereits in sehr jungen Jahren auftritt. Ungefähr ein Drittel aller Psoriatiker hat ein von dieser Krankheit betroffenes Elternteil. Es gibt jedoch keinen Beweis für ein einfaches Muster einer dominanten erblichen Übertragung. Es gibt auch Patienten ohne eine genetische Vorbelastung und folglich müssen auch immunulogische und Umweltfaktoren verantwortlich für das Verursachen der Krankheit sein.
Immunologische Faktoren
Psoriasis Patienten haben eine abnormale Zellimmunität. Die Haut hat eine große Anzahl von Immunzellen und andere natürliche Substanzen, die eine entzündliche Reaktion fördern, sowie Faktoren, die das Zellwachstum und die Zellwucherung stimulieren.
Umweltfaktoren
Die folgenden Umweltfaktoren werden als Auslöser für Psoriasis betrachtet:
- Streptokokkische, staphylokokkische und Vireninfektion (z.B. Mandelentzündung, Windpocken, Masern, Gürtelrose)
- Physisches Trauma: z.B. mechanische Irritationen durch das Tragen einer Armbanduhr oder enger Kleidung.
- Behandlung: Lithium, ACE-Blocker, Lipid-senkende Mittel (Gemfibrozil), Unterbrechung der Einnahme von Corticosteroiden
- Emotionaler Stress: Schock, Trauer, Depression, Angst
- Wetter: Wetteränderungen, Klimawechsel als Ergebnis einer Reise
Formen der Psoriasis
Es gibt drei verschiedene Formen der Psoriasis:
- plötzliches Auftreten der Psoriasis, häufig nach einer Infektion
- chronische Psoriasis mit nur wenigen Herden und vermehrter Schuppenbildung
- und die seltenere, pustulöse Form mit gelblicher Verkrustung der Schuppen und der Tendenz, einen schweren Verlauf zu nehmen.